Dienstag, 21. September 2021, 19 Uhr

Tamara Stefanovich, Klavier

Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1871 – 1915)

Klaviersonate Nr .9 „Schwarze Messe“ (1913)

Karol Szymanowski (1882 – 1932)

12 Etudes op.33 (1922)

Nikolai Andrejewitsch Roslawez (1881 – 1944)

Etude Nr.3 (1914) Deux Poèmes (1920)

Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1871 – 1915)

Aus Etudes op.42: Nr. 2 & 3 (1903)

Deux Danses op.73 (1914)

Nikolai Andrejewitsch Roslawez (1881 – 1944)

Aus “Cinq Preludes“ (1919-1922):

Nr. 1 Andante affetuoso
Nr. 4 Lento

Klaviersonate Nr.2 (1916)

©Marco Borggreve


Alexander Skrjabin ist als Sohn eines Diplomaten und einer Konzertpianistin in Moskau geboren. Von einer russischen Kunstmäzenin großzügig unterstützt, konnte er sich ab 1904 ein Leben in der Schweiz, Belgien, Italien und Frankreich leisten, wo er als Pianist mit eigenen Werken eine triumphartige Karriere erlebte. Skrjabin folgte einem harmonischen System, welches auf einem „mystischen“ Akkord fußte, es gilt als Vorform der Zwölftonmusik.

Karol Szymanowski gilt als bedeutender Vertreter der Künstlergruppe „Junges Polen“ (1890 – 1918). Er ging 1908 nach Italien und lebte von 1910 bis 1914 in Wien, wo er durch den Impressionismus und die frühen Ballette Strawinskis schöpferisch beeinflusst wurde. 1919 nach Polen zurückgekehrt, nahm er Anregungen aus der polnischen Volksmusik auf und sich kompositionstechnisch Béla Bartók zum Vorbild. Seine Musik wird auch als polnischer Impressionismus umschrieben.

Wie Skrjabin verwendet der zehn Jahre jüngere Nikolai Roslawez einen bestimmten akkordischen Klang als Keimzelle seiner Kompositionen und entfernt sich damit auf ähnliche Weise von der klassischen Tonalität.